Passwörter und Zwei-Faktor-Schutz einfach erklärt

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Passwörter und Zwei-Faktor-Schutz einfach erklärt

Ein ausführliches Lernmaterial für Personen 60+: Sie verstehen zuerst die Begriffe und den Bildschirm, sehen danach ein vollständig vorgemachtes Beispiel und üben schließlich selbstständig.

3 Lernrunden à 25–45 Minuten
Niveau: Einsteiger
Zielgruppe: 60+

Illustration zum Kurs: Passwörter und Zwei-Faktor-Schutz einfach erklärt

So lernen Sie mit diesem Kurs: Teilen Sie den Kurs in drei kurze Lernrunden. In der ersten Runde wird nur geprüft und gelesen. Klicken, kaufen, bezahlen oder Daten eingeben kommt in der Übung nicht vor. Legen Sie Papier und Stift bereit. Schreiben Sie nur Menünamen oder Fragen auf, niemals Passwörter, PINs oder Freigabecodes.

Kursüberblick – in drei Lernrunden arbeiten

  1. Lernziel und persönlicher Nutzen
  2. Startpunkt prüfen: Was können Sie schon?
  3. Wichtige Wörter und Symbole
  4. Bildschirm-Landkarte: Wo finde ich was?
  5. Geräteweg wählen und vorbereiten
  6. Trockenübung ohne Risiko
  7. Vollständig vorgemachtes Beispiel
  8. Geführte Übung mit weniger Hilfe
  9. Was technisch im Hintergrund passiert
  10. Fehler erkennen und sicher zurückfinden
  11. Übung mit Hilfekarte
  12. Aufgabe ohne Schrittvorgabe
  13. Übertragung auf eine zweite Alltagssituation
  14. Erklären statt nur nachmachen
  15. Mini-Test mit Lösungen
  16. Sicherheit und persönliche Grenzen
  17. Lernerfolg ehrlich prüfen
  18. Wiederholen und dauerhaft behalten

Ihre Lernroute

Bildhilfe zum Kurs: Passwörter und Zwei-Faktor-Schutz einfach erklärt
Das Bild dient nur als Orientierung. Entscheidend sind die Übungen am eigenen Gerät.
Lernrunde 1 – verstehen
Startpunkt prüfen
Wörter und Symbole lernen
Lernrunde 2 – begleitet handeln
Vollständig vorgemachtes Beispiel
Geführte Übung
Lernrunde 3 – selbstständig werden
Aufgabe ohne Schrittvorgabe
Lernerfolg prüfen

Lerneinheit 1: Lernziel und persönlicher Nutzen

Sie lernen, was ein gutes Passwort ist, warum Wiederverwendung gefährlich ist und wie Zwei-Faktor-Schutz im Alltag funktioniert.

Nach diesem Kurs können Sie:

  • Ich kann was ein gutes Passwort ist, warum Wiederverwendung gefährlich ist und wie Zwei-Faktor-Schutz im Alltag funktioniert.
  • Ich kann den passenden Startpunkt auf meinem Gerät ohne hektisches Probieren finden.
  • Ich erkenne die wichtigsten Wörter und Symbole und weiß, wozu sie dienen.
  • Ich kann nach jedem Schritt prüfen, ob das erwartete Bildschirmergebnis erschienen ist, und bei einer Abweichung sicher zurückgehen.
  • Ich kann die Aufgabe an einem anderen Tag erneut durchführen und den Ablauf einer vertrauten Person in eigenen Worten erklären.
Persönliches Ziel: Ergänzen Sie auf Papier: „Ich möchte diesen Kurs lernen, weil ich danach … selbst erledigen möchte.“ Ein eigenes Alltagsziel hilft mehr als bloßes Durchlesen.

Lerneinheit 2: Startpunkt prüfen – was können Sie schon?

Dieser Kurs darf nichts voraussetzen, was Sie noch nicht sicher können. Prüfen Sie deshalb zuerst Ihren Startpunkt. Ein „Nein“ ist keine Niederlage, sondern zeigt, wo Sie beginnen.

  • Sie können ein ungefährliches Übungskonto verwenden.
  • Sie geben im Kurs keine echten Passwörter oder Codes preis.
Start-Check:

  1. Kann ich mein Gerät entsperren und wieder zum Startbildschirm oder Desktop zurückfinden?
  2. Kann ich einmal tippen oder klicken, ohne mehrfach hintereinander zu drücken?
  3. Kann ich einen sichtbaren Menünamen langsam lesen?

Wenn Sie zweimal „Nein“ antworten: Wenn Sie zweimal „Nein“ antworten, wiederholen Sie zuerst die passende Smartphone-Grundlage aus Kurs 01 oder die Computer-Grundlage aus Kurs 04.

Lerneinheit 3: Wichtige Wörter und Symbole

Fachwörter werden erst verwendet, nachdem sie erklärt wurden. Lesen Sie jeden Begriff laut und suchen Sie danach ein Beispiel am eigenen Gerät.

  • Passwort: geheimer Schlüssel für ein Konto
  • Benutzername: Name oder E-Mail zum Anmelden
  • Zwei-Faktor-Schutz: zweite Bestätigung zusätzlich zum Passwort
  • Code: kurze Zahl zur Anmeldung
  • Passwortmanager: Programm zum sicheren Aufbewahren von Passwörtern
Erkennen statt auswendig lernen: Decken Sie die Erklärungen ab. Zeigen Sie am Gerät auf zwei Begriffe oder Symbole. Sagen Sie: „Das ist … und damit kann ich …“

Lerneinheit 4: Bildschirm-Landkarte – wo finde ich was?

Bevor Sie handeln, teilen Sie den Bildschirm gedanklich in Bereiche: oben die Überschrift oder Adresse, in der Mitte der Inhalt, unten oder am Rand die wichtigsten Bedienknöpfe.

  • Anmeldeseite: fragt nach Benutzername und Passwort
  • Code-Feld: erscheint oft nach dem Passwort
  • Merken-Symbol oder Auge: zeigt Passwort kurz an
  • Sicherheitseinstellungen: dort wird Zwei-Faktor-Schutz eingerichtet
Orientierungsregel:

  1. Lesen Sie die größte Überschrift.
  2. Suchen Sie nur den Knopf für den nächsten Schritt.
  3. Prüfen Sie, ob Zurück, Abbrechen oder Schließen sichtbar ist.
  4. Erst dann tippen oder klicken Sie einmal.
Orientierungsbild zu Passwörter und Zwei-Faktor-Schutz einfach erklärt: wichtige Bereiche und Begriffe am Bildschirm
Orientierungsbild: Suchen Sie die genannten Bereiche zuerst in Ruhe am eigenen Gerät. Die Darstellung ist vereinfacht; Bezeichnungen und Positionen können je nach Gerät abweichen.

Lerneinheit 5: Geräteweg wählen und vorbereiten

Wählen Sie für diese Lernrunde genau einen Weg. Lesen Sie den anderen Weg nicht gleichzeitig; das belastet das Gedächtnis unnötig.

  • Smartphone: Nachricht oder Webseite zunächst nur lesen; Adresse, Absender und Forderung prüfen.
  • Computer: Browser-Adresszeile, Absenderdetails und Zahlungsart prüfen; unbekannte Links nicht öffnen.

Vorbereitung

  • Legen Sie das Gerät auf einen Tisch oder halten Sie es bequem in der Hand.
  • Nehmen Sie sich Zeit. Dieser Kurs ist nicht zum Schnellsein gedacht.
  • Öffnen Sie nur harmlose Bereiche. Keine Zahlung, keine Löschung, keine Freigabe ohne Kontrolle.
  • Wenn ein Bildschirm anders aussieht, suchen Sie nach einem ähnlichen Wort.
Stopp-Regel: Wenn ein Knopf „Kaufen“, „Zahlung“, „Freigeben“, „Löschen“, „Endgültig“, „Abo“ oder „Bestätigen“ heißt, halten Sie an. Erst lesen, dann entscheiden.

Lerneinheit 6: Trockenübung ohne Risiko

Sie üben zunächst nur das Finden und Lesen. Sie lösen noch keine endgültige Aktion aus.

  1. Öffnen Sie den Startbereich für Ihren gewählten Geräteweg.
  2. Suchen Sie die Überschrift, das passende Symbol und einen sicheren Rückweg.
  3. Sagen Sie laut: „Ich bin bei …; ich suche …; danach erwarte ich …“
  4. Gehen Sie zurück, ohne etwas zu speichern, freizugeben, zu kaufen oder zu löschen.
  5. Wiederholen Sie die Trockenübung ein zweites Mal. Beim zweiten Mal schauen Sie weniger in den Kurs.
Erster Lernerfolg: Sie haben den Startpunkt zweimal gefunden und konnten wieder sicher zurückgehen. Erst dann beginnt die eigentliche Aufgabe.

Lerneinheit 7: Vollständig vorgemachtes Beispiel

In dieser Runde ist jeder Schritt vollständig erklärt. Lesen Sie zuerst Aktion, erwartetes Ergebnis und Rückweg. Führen Sie den Schritt erst danach am Gerät aus.

Ablaufbild zu Passwörter und Zwei-Faktor-Schutz einfach erklärt: erste Kernschritte der geführten Übung
Ablaufbild: Nutzen Sie das Bild zuerst als Überblick. Führen Sie danach jeden vollständigen Schritttext darunter einzeln aus und prüfen Sie das sichtbare Ergebnis.
1

Wählen Sie ein Übungskonto, nicht gleich Bank oder Behörde.

Warum dieser Schritt: Damit wählen Sie genau eine Funktion aus und vermeiden mehrfaches oder zufälliges Drücken.

Sie sehen jetzt: Die gewählte Stelle ist markiert oder ein neuer Bildschirm ist geöffnet. Warten Sie kurz, bevor Sie erneut tippen.

Falls es anders aussieht: Warten Sie zwei Sekunden. Wenn nichts passiert, tippen Sie genau einmal in die Mitte des Symbols. Bei einem falschen Bildschirm einmal Zurück verwenden.

2

Überlegen Sie einen langen Satz, den nur Sie verstehen.

Warum dieser Schritt: Dieser kleine Teilschritt bereitet den nächsten Teil der Aufgabe vor.

Sie sehen jetzt: Der Bildschirm hat sich höchstens einmal verändert. Lesen Sie die neue Überschrift und prüfen Sie, ob sie zum Schritt passt.

Falls es anders aussieht: Gehen Sie einen Schritt zurück. Vergleichen Sie die sichtbare Überschrift mit dem Kurs. Wiederholen Sie nur den letzten Schritt, nicht den ganzen Ablauf.

3

Bauen Sie daraus ein langes Passwort, das nicht Ihr Name oder Geburtsdatum ist.

Warum dieser Schritt: Dieser kleine Teilschritt bereitet den nächsten Teil der Aufgabe vor.

Sie sehen jetzt: Der Bildschirm hat sich höchstens einmal verändert. Lesen Sie die neue Überschrift und prüfen Sie, ob sie zum Schritt passt.

Falls es anders aussieht: Gehen Sie einen Schritt zurück. Vergleichen Sie die sichtbare Überschrift mit dem Kurs. Wiederholen Sie nur den letzten Schritt, nicht den ganzen Ablauf.

4

Schreiben Sie echte Passwörter nicht offen auf herumliegende Zettel.

Warum dieser Schritt: Damit erhält das Gerät die Information, nach der es suchen oder die es speichern soll.

Sie sehen jetzt: Ihre Eingabe ist im Feld sichtbar. Lesen Sie sie vollständig von links nach rechts, bevor Sie weitergehen.

Falls es anders aussieht: Tippen Sie einmal in das Feld. Ist die Tastatur sichtbar, korrigieren Sie mit der Löschtaste. Keine geheimen Daten in Übungsfelder schreiben.

5

Prüfen Sie, ob Zwei-Faktor-Schutz angeboten wird.

Warum dieser Schritt: Damit treffen Sie die nächste Entscheidung anhand sichtbarer Angaben statt aus Vermutung.

Sie sehen jetzt: Sie haben noch nichts Endgültiges ausgelöst. Sie können die sichtbaren Angaben in Ruhe vergleichen.

Falls es anders aussieht: Gehen Sie einen Schritt zurück. Vergleichen Sie die sichtbare Überschrift mit dem Kurs. Wiederholen Sie nur den letzten Schritt, nicht den ganzen Ablauf.

6

Lesen Sie, ob der zweite Faktor per App, SMS oder Gerät funktioniert.

Warum dieser Schritt: Damit treffen Sie die nächste Entscheidung anhand sichtbarer Angaben statt aus Vermutung.

Sie sehen jetzt: Sie haben noch nichts Endgültiges ausgelöst. Sie können die sichtbaren Angaben in Ruhe vergleichen.

Falls es anders aussieht: Gehen Sie einen Schritt zurück. Vergleichen Sie die sichtbare Überschrift mit dem Kurs. Wiederholen Sie nur den letzten Schritt, nicht den ganzen Ablauf.

7

Richten Sie nichts ein, wenn Sie den Wiederherstellungsweg nicht verstehen.

Warum dieser Schritt: Dieser kleine Teilschritt bereitet den nächsten Teil der Aufgabe vor.

Sie sehen jetzt: Der Bildschirm hat sich höchstens einmal verändert. Lesen Sie die neue Überschrift und prüfen Sie, ob sie zum Schritt passt.

Falls es anders aussieht: Gehen Sie einen Schritt zurück. Vergleichen Sie die sichtbare Überschrift mit dem Kurs. Wiederholen Sie nur den letzten Schritt, nicht den ganzen Ablauf.

8

Üben Sie den Ablauf mit einem ungefährlichen Konto.

Warum dieser Schritt: Dieser kleine Teilschritt bereitet den nächsten Teil der Aufgabe vor.

Sie sehen jetzt: Der Bildschirm hat sich höchstens einmal verändert. Lesen Sie die neue Überschrift und prüfen Sie, ob sie zum Schritt passt.

Falls es anders aussieht: Gehen Sie einen Schritt zurück. Vergleichen Sie die sichtbare Überschrift mit dem Kurs. Wiederholen Sie nur den letzten Schritt, nicht den ganzen Ablauf.

Zwischenprüfung: Können Sie nach jedem Schritt sagen, was sich verändert hat? Wenn nicht, wiederholen Sie nur diesen einen Schritt.

Lerneinheit 8: Geführte Übung mit weniger Hilfe

Jetzt führen Sie denselben Ablauf erneut aus. In der ersten Hälfte erhalten Sie noch Hinweise. In der zweiten Hälfte sagen Sie vor dem Blick in den Kurs selbst voraus, was als Nächstes passiert.

1

Wählen Sie ein Übungskonto, nicht gleich Bank oder Behörde.

Hinweis: Die gewählte Stelle ist markiert oder ein neuer Bildschirm ist geöffnet. Warten Sie kurz, bevor Sie erneut tippen.

Hilfe: Warten Sie zwei Sekunden. Wenn nichts passiert, tippen Sie genau einmal in die Mitte des Symbols. Bei einem falschen Bildschirm einmal Zurück verwenden.

2

Überlegen Sie einen langen Satz, den nur Sie verstehen.

Hinweis: Der Bildschirm hat sich höchstens einmal verändert. Lesen Sie die neue Überschrift und prüfen Sie, ob sie zum Schritt passt.

Hilfe: Gehen Sie einen Schritt zurück. Vergleichen Sie die sichtbare Überschrift mit dem Kurs. Wiederholen Sie nur den letzten Schritt, nicht den ganzen Ablauf.

3

Bauen Sie daraus ein langes Passwort, das nicht Ihr Name oder Geburtsdatum ist.

Hinweis: Der Bildschirm hat sich höchstens einmal verändert. Lesen Sie die neue Überschrift und prüfen Sie, ob sie zum Schritt passt.

Hilfe: Gehen Sie einen Schritt zurück. Vergleichen Sie die sichtbare Überschrift mit dem Kurs. Wiederholen Sie nur den letzten Schritt, nicht den ganzen Ablauf.

4

Schreiben Sie echte Passwörter nicht offen auf herumliegende Zettel.

Hinweis: Ihre Eingabe ist im Feld sichtbar. Lesen Sie sie vollständig von links nach rechts, bevor Sie weitergehen.

Hilfe: Tippen Sie einmal in das Feld. Ist die Tastatur sichtbar, korrigieren Sie mit der Löschtaste. Keine geheimen Daten in Übungsfelder schreiben.

5

Prüfen Sie, ob Zwei-Faktor-Schutz angeboten wird.

Prüfen Sie selbst: Können Sie vor dem nächsten Schritt sagen, was jetzt sichtbar sein müsste?

6

Lesen Sie, ob der zweite Faktor per App, SMS oder Gerät funktioniert.

Prüfen Sie selbst: Können Sie vor dem nächsten Schritt sagen, was jetzt sichtbar sein müsste?

7

Richten Sie nichts ein, wenn Sie den Wiederherstellungsweg nicht verstehen.

Prüfen Sie selbst: Können Sie vor dem nächsten Schritt sagen, was jetzt sichtbar sein müsste?

8

Üben Sie den Ablauf mit einem ungefährlichen Konto.

Prüfen Sie selbst: Können Sie vor dem nächsten Schritt sagen, was jetzt sichtbar sein müsste?

Hilfe langsam abbauen: Beim dritten Durchgang decken Sie die Schritttexte ab und lesen sie nur, wenn Sie nicht weiterwissen.

Lerneinheit 9: Was technisch im Hintergrund passiert

Sie müssen keine Technikexpertin und kein Technikexperte werden. Ein einfaches Modell hilft aber, Meldungen und Knöpfe richtig einzuordnen.

  • Ein Tipp wählt meistens etwas aus oder öffnet einen nächsten Schritt.
  • Ein Bestätigen-Knopf macht aus einer Vorbereitung eine echte Aktion.
  • Ein Zurück-Knopf nimmt meist nur den letzten Schritt zurück.
  • Eine Meldung ist nicht automatisch ein Fehler. Oft will das Gerät nur eine Entscheidung.
Verständnisfrage: Erklären Sie den Unterschied zwischen „nur ansehen“, „auswählen“ und „endgültig bestätigen“ anhand dieses Kurses.

Lerneinheit 10: Fehler erkennen und sicher zurückfinden

Ein Fehler ist eine Information: Der letzte Schritt hat nicht zum erwarteten Ergebnis geführt. Korrigieren Sie immer nur den letzten Schritt.

  • Wenn nichts passiert: wahrscheinlich wurde zu kurz, zu lang oder neben das Ziel getippt.
  • Wenn der Bildschirm anders aussieht: nicht erschrecken, sondern nach ähnlichen Wörtern suchen.
  • Wenn Sie unsicher sind: nicht bestätigen, sondern zurückgehen oder Hilfe holen.
Vier sichere Rettungswege:

  1. Zwei Sekunden warten.
  2. Überschrift lesen und mit dem Kurs vergleichen.
  3. Einmal Zurück oder Abbrechen verwenden.
  4. Bei Geld, Daten oder unbekannten Freigaben Hilfe holen.

Lerneinheit 11: Übung mit Hilfekarte

Sie melden sich bei einem E-Mail-Konto an: Erst Passwort, dann kommt ein Code auf das Smartphone.

Hilfekarte – nur diese fünf Fragen ansehen:

  1. Wo starte ich?
  2. Welches Wort oder Symbol suche ich?
  3. Was soll nach dem nächsten Schritt sichtbar sein?
  4. Wo kann ich zurück oder abbrechen?
  5. Habe ich etwas Endgültiges ausgelöst?
  • Erfinden Sie nur als Übung ein starkes Beispielpasswort, das Sie nicht verwenden.
  • Erklären Sie den Unterschied zwischen Passwort und Code.
  • Suchen Sie bei einem ungefährlichen Konto den Bereich Sicherheit, ohne etwas zu ändern.

Lerneinheit 12: Aufgabe ohne Schrittvorgabe

Schließen Sie den Kursüberblick kurz oder scrollen Sie nicht zu den Schritttexten zurück. Führen Sie die Kernaufgabe allein durch. Notieren Sie nur die Stelle, an der Sie Hilfe brauchten.

Regeln für die selbstständige Aufgabe:

  • Nur eine Aktion pro Schritt.
  • Nach jeder Aktion kurz prüfen.
  • Bei Unsicherheit nicht raten, sondern zurückgehen.
  • Erst nach dem Versuch die Lösung in Lerneinheit 7 vergleichen.

Auswertung: Mussten Sie an einer Stelle nachsehen? Wiederholen Sie nur diesen Teil. Mussten Sie an drei oder mehr Stellen nachsehen? Machen Sie am nächsten Tag noch einmal die geführte Übung.

Lerneinheit 13: Übertragung auf eine zweite Alltagssituation

Ein Kurs ist erst dann gelernt, wenn Sie das Prinzip auch in einer leicht veränderten Situation anwenden können.

Transferaufgabe: Erklären Sie einer vertrauten Person den Unterschied zwischen Passwort und zweitem Faktor, ohne ein echtes Passwort zu nennen.
Vorher überlegen: Was bleibt gleich? Was ist neu? Welcher sichere Rückweg bleibt verfügbar?

Lerneinheit 14: Erklären statt nur nachmachen

Erklären zeigt, ob Sie den Ablauf verstanden haben. Sprechen Sie langsam und ohne Fachsprache.

Kurze Erklärung in eigenen Worten:

  1. „Das Ziel dieser Aufgabe ist …“
  2. „Ich beginne bei …“
  3. „Vor einer endgültigen Aktion prüfe ich …“
  4. „Wenn der Bildschirm anders aussieht, mache ich …“

Fehlt Ihnen ein Satz, gehen Sie zur passenden Lerneinheit zurück. Sie müssen nicht die Wörter des Kurses wiederholen; eigene einfache Wörter sind besser.

Lerneinheit 15: Mini-Test mit Lösungen

Beantworten Sie die Fragen zuerst ohne Nachsehen. Vergleichen Sie danach mit den Lösungen.

  1. Woran erkenne ich, dass ich nicht blind weiterklicke?
    Ich kann sagen, was ich suche und was nach dem nächsten Schritt passieren soll.
  2. Was mache ich bei einem unbekannten Bestätigen-Knopf?
    Ich halte an und lese den ganzen Bildschirm.
  3. Wann ist der Kurs geschafft?
    Wenn ich die Übung selbst wiederholen und in einfachen Worten erklären kann.

Zusätzliche Lernfragen

  1. Was ist Ihr sicherer Startpunkt?
    Der in Lerneinheit 5 gewählte Geräteweg.
  2. Was tun Sie, wenn das erwartete Ergebnis nicht erscheint?
    Warten, Überschrift prüfen, einmal zurückgehen und nur den letzten Schritt wiederholen.
  3. Woran erkennen Sie echten Lernerfolg?
    Sie können die Aufgabe an einem anderen Tag durchführen und in eigenen Worten erklären.

Lerneinheit 16: Sicherheit und persönliche Grenzen

  • Passwörter und Codes nie am Telefon weitergeben.
  • Ein Passwort nicht für mehrere wichtige Konten verwenden.
  • Bei Verlust des zweiten Faktors kann ein Konto schwer zugänglich werden. Backup-Möglichkeiten prüfen.

Merksatz: Wenn Druck, Angst, Geld oder geheime Daten im Spiel sind, mache ich eine Pause und prüfe über einen zweiten sicheren Weg.

Ihre persönliche Stopp-Liste: Stoppen Sie immer bei Zeitdruck, Angst, unerwartetem Geldbetrag, fremdem Fernzugriff, geheimen Codes oder einer Aktion, deren Folge Sie nicht erklären können.

Lerneinheit 17: Lernerfolg ehrlich prüfen

Markieren Sie Ihren aktuellen Stand. Sie müssen nicht sofort Stufe 3 erreichen.

  • Stufe 1 – Wiedererkennen: Ich finde Startpunkt, Wörter und Symbole.
  • Stufe 2 – Mit Hilfekarte: Ich schaffe die Aufgabe mit den fünf Fragen aus Lerneinheit 11.
  • Stufe 3 – Selbstständig: Ich schaffe die Aufgabe ohne Schritttexte und kann Abweichungen korrigieren.
  • Stufe 4 – Übertragen: Ich löse auch die zweite Alltagssituation und kann den Ablauf erklären.

Kursziel erreicht: Stufe 3 an zwei verschiedenen Tagen. Stufe 4 zeigt, dass das Wissen auch außerhalb des Beispiels nutzbar ist.

Lerneinheit 18: Wiederholen und dauerhaft behalten

  • Heute: Vollständig vorgemachtes Beispiel und geführte Übung.
  • Morgen: Kernaufgabe einmal mit Hilfekarte.
  • In drei Tagen: Kernaufgabe ohne Schritttexte.
  • In einer Woche: Transferaufgabe aus Lerneinheit 13.
  • In einem Monat: Aufgabe noch einmal durchführen oder einer vertrauten Person erklären.
Hilfenotiz für später: Schreiben Sie nur auf: Gerät, App/Programm, Startpunkt, gesuchtes Symbol und sichere Rückkehr. Keine Passwörter, PINs, TANs oder persönlichen Kontodaten notieren.

Abschluss: Lernerfolg bedeutet nicht Schnelligkeit. Lernerfolg bedeutet: ruhig beginnen, Bildschirm verstehen, eine Aufgabe durchführen, Fehler korrigieren und sicher beenden.

Quellen / sachliche Grundlage:

Digitale Senior:innen; Saferinternet.at; Watchlist Internet; oesterreich.gv.at; Apple Support; Android-Hilfe / Google Support; Microsoft Support; WhatsApp Hilfe; Hersteller-Hilfeseiten

Hinweis: Menünamen können je nach Gerät, App-Version, Bank, Anbieter und Betriebssystem anders heißen. Dieser Kurs erklärt den sicheren Lernweg und ersetzt keine individuelle Beratung bei Bank-, Behörden-, Rechts- oder Gesundheitsfragen.