Eine künstliche Intelligenz versteht eine Aufgabe nicht so wie ein Mensch, der Ihre Lebenssituation kennt. Sie arbeitet mit dem, was Sie eingeben. Deshalb macht oft schon eine kleine Änderung einen großen Unterschied: Statt nur „Erkläre mir das“ zu schreiben, sagen Sie worum es geht, was Sie erreichen möchten und wie die Antwort aussehen soll.
Sie brauchen keine Computersprache
Eine Anfrage an einen KI-Assistenten wird häufig „Prompt“ genannt. Dahinter steckt nichts Geheimnisvolles. Ein Prompt ist einfach Ihre Frage oder Ihr Auftrag. Sie dürfen in ganz normalen Sätzen schreiben oder sprechen.
Saferinternet.at empfiehlt für gute Eingaben eine klare Struktur: Situation beschreiben, Regeln für die Antwort nennen, einen Schwerpunkt setzen, die gewünschte Form festlegen und bei Bedarf nachschärfen. Für den Alltag lässt sich das noch einfacher merken: Was ist los? Was brauche ich? Wie soll die Antwort aussehen?
Vier Angaben reichen meistens
1. Die Situation: „Ich möchte einen Tagesausflug planen und kann nicht lange gehen.“ Damit weiß die KI mehr als bei der Frage „Wohin soll ich fahren?“
2. Die Aufgabe: Sagen Sie genau, was Sie möchten: erklären, zusammenfassen, vergleichen, eine Liste erstellen oder einen Text formulieren.
3. Die gewünschte Sprache: Sie können jederzeit ergänzen: „Bitte in einfachen Worten“, „ohne Fachbegriffe“ oder „erkläre schwierige Wörter gleich mit“.
4. Die Form: Bitten Sie zum Beispiel um fünf Stichpunkte, eine kurze Checkliste oder eine Schritt-für-Schritt-Erklärung. Das macht längere Antworten leichter lesbar.
Eine gute Antwort darf weiterbearbeitet werden
Viele Menschen beginnen nach einer unpassenden Antwort komplett von vorne. Das ist meist nicht nötig. Schreiben Sie einfach weiter: „Das war zu kompliziert. Bitte einfacher.“ Oder: „Nenne mir nur die drei wichtigsten Punkte.“
Auch Rückfragen sind sinnvoll: „Was davon sollte ich überprüfen?“ – „Welche Information fehlt dir noch?“ – „Gib mir ein Beispiel.“ So wird aus einer einzelnen Frage ein Gespräch, bei dem Sie die Richtung bestimmen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Sehr allgemein wäre: „Schreib einen Brief an meine Versicherung.“ Besser ist: „Ich möchte meiner Versicherung mitteilen, dass ich meine Adresse geändert habe. Schreibe einen freundlichen, kurzen Brief. Verwende einfache Sprache und lasse Platzhalter für Name, Adresse und Versicherungsnummer.“
Die zweite Variante verrät der KI die Aufgabe und den gewünschten Stil, ohne persönliche Daten preiszugeben. Genau das ist häufig der beste Weg.
Persönliche Daten gehören nicht automatisch in die Frage
Für viele Aufgaben braucht eine KI weder Ihren vollständigen Namen noch Adresse, Telefonnummer, Kontodaten oder Versicherungsnummer. Die Europäische Kommission und die österreichische Datenschutzbehörde empfehlen, persönliche und sensible Informationen sparsam zu verwenden. Arbeiten Sie lieber mit Platzhaltern wie „[Name]“ oder „[Kundennummer]“.
Sechs einfache Satzanfänge
- „Erkläre mir … in einfachen Worten.“
- „Fasse diesen Text in fünf Punkten zusammen.“
- „Zeige mir das Schritt für Schritt und warte nach jedem Schritt.“
- „Welche drei Dinge sind dabei am wichtigsten?“
- „Was an deiner Antwort sollte ich zusätzlich überprüfen?“
- „Das ist mir noch zu kompliziert. Erkläre es mit einem Alltagsbeispiel.“
Hinweis: Eine gut formulierte Frage verbessert die Antwort, garantiert aber nicht, dass sie sachlich richtig ist. Wichtige Angaben sollten immer zusätzlich geprüft werden.
