Akkus sicher laden und lagern: Brandgefahr im Alltag vermeiden

Lithium-Ionen-Akkus stecken heute in Smartphones, Tablets, Staubsaugern, Werkzeugen und E-Bikes. Im Normalbetrieb sind sie zuverlässig. Kritisch kann es werden, wenn ein Akku beschädigt, falsch geladen, großer Hitze ausgesetzt oder mit ungeeignetem Zubehör betrieben wird. Ein paar feste Gewohnheiten erhöhen die Sicherheit zuhause erheblich.

Auf Veränderungen am Akku achten

Ein Akku, der sich sichtbar aufbläht, ungewöhnlich heiß wird, riecht, knistert oder dessen Gehäuse beschädigt ist, sollte nicht normal weiterverwendet werden. Auch nach einem heftigen Sturz – etwa mit einem E-Bike-Akku – können Schäden vorhanden sein, die äußerlich kaum erkennbar sind.

In solchen Fällen sollte das Gerät ausgeschaltet und nicht weiter geladen werden. Bei E-Bike- oder Werkzeugakkus ist eine Prüfung durch Fachhandel oder Service sinnvoll. Gehäuse nicht öffnen, nicht bohren und keine Reparaturversuche am Zellpaket durchführen.

Richtig laden: fest, frei und passend

Verwenden Sie ein geeignetes, vom Hersteller vorgesehenes oder ausdrücklich kompatibles Ladegerät. Laden Sie Geräte auf einer festen, möglichst nicht brennbaren Unterlage und nicht unter Kissen, Decken oder auf einem Sofa. Wärme muss entweichen können.

Ladegerät und Kabel sollten unbeschädigt sein. Wenn Stecker, Kabel oder Netzteil auffällig heiß werden, Verfärbungen zeigen oder Wackelkontakte haben, sollte die Ursache geprüft werden. Besonders bei großen Akkus lohnt es sich, den Ladevorgang nicht an einem schwer zugänglichen Ort stattfinden zu lassen.

Hitze und Kälte vermeiden

Extreme Temperaturen belasten Akkus. Ein Smartphone oder E-Bike-Akku sollte im Sommer nicht stundenlang in einem aufgeheizten Auto liegen. Auch direkte Sonneneinstrahlung beim Laden ist ungünstig. Für längere Lagerung gelten die Angaben des Herstellers; ein trockener, temperierter Ort ist in der Regel besser als Dachboden, Heizraum oder feuchter Keller.

Bei abnehmbaren E-Bike-Akkus ist zusätzlich wichtig, Kontakte sauber und trocken zu halten und das schwere Bauteil so zu lagern, dass es nicht herunterfallen kann.

Was tun, wenn ein Akku raucht oder brennt?

Wenn Rauch, starke Hitze oder Feuer auftreten, steht die eigene Sicherheit an erster Stelle. Verlassen Sie den Gefahrenbereich, warnen Sie andere Personen und rufen Sie bei einem Brand die Feuerwehr unter 122. Brennende oder stark beschädigte Akkus nicht mit bloßen Händen anfassen und nicht durch die Wohnung tragen.

Akkubrände können sich nach scheinbarer Beruhigung erneut entwickeln. Deshalb sollte ein betroffener Akku nicht einfach wieder in die Wohnung gebracht oder unbeaufsichtigt liegen gelassen werden. Die Feuerwehr kann beurteilen, wie weiter vorzugehen ist.

Alte Akkus gehören nicht in den Restmüll

Batterien und Akkus können bei Beschädigung oder Kurzschluss auch in Sammel- und Müllfahrzeugen Brände verursachen. Sie gehören zu den vorgesehenen Sammelstellen beziehungsweise Rücknahmestellen. Bei einzelnen Batterien oder Akkus können freiliegende Pole gegen Kurzschluss gesichert werden; beachten Sie dazu die Hinweise der Sammelstelle.

Wer beim Aussortieren einen aufgeblähten oder beschädigten Akku findet, sollte ihn nicht zusammen mit anderen Gegenständen in einer Schublade lagern, sondern sich bei einer geeigneten Sammel- oder Fachstelle nach der sicheren Abgabe erkundigen.

Praktische Checkliste

  • Nur geeignete Ladegeräte und intakte Kabel verwenden.
  • Nicht unter Decken, Kissen oder auf weichen Möbeln laden.
  • Akkus vor großer Hitze und mechanischer Beschädigung schützen.
  • Auf Aufblähung, Geruch, ungewöhnliche Wärme oder Geräusche achten.
  • Beschädigte Akkus nicht weiterladen oder öffnen.
  • Akkus nie in den Restmüll werfen; Sammelstellen nutzen.
  • Bei Rauch oder Brand Abstand halten und Feuerwehr 122 rufen.

Hinweis: Bei einem beschädigten, stark erhitzten, rauchenden oder brennenden Akku besteht Verletzungs- und Brandgefahr. Abstand halten, andere Personen warnen und bei einem Brand die Feuerwehr unter 122 verständigen.